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2.1.10 16:21


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zerrissen

es passiert grad so viel.
in drei tagen ziehe ich in eine neue wohnung.
in sechs tagen ziehen wir ins neue jahr.
in elf tagen ziehe ich um in einen neuen körper.
umzug zu meinem freund ist super.
neues jahr ist auch ok.
aber neuer körper...? neuer, gesünderer,dicker körper.
wisst ihr... obwohl ich wie gesagt schon einiges an therapieerfahrung hinter mir habe und zwischenzeitlich auch 12 kilo zugenommen hatte - jetzt sind es nur noch 8- und definitiv schon sehr sehr SEHR viele fortschritte gemacht habe und besser klarkomme und gesünder bin, ist es in mir drin immer noch total krank. und dieser zwiespalt ist so furchtbar. da ist emittlerweile durch die therapie eine ganz starke seite in mir, die unbedingt gesund werden, normal essen können und LEBEN möchte. und gleichzeitig ist da immer noch diese kranke seite, die so viel angst vor diesem leben hat und so viel angst davor, diesen letzten schritt zu gehen und die entscheidung zu treffen, die magersucht wirklich hinter sich zu lassen.
ich ziehe so viel sicherheit aus diesem kranken verhalten.
ich ziehe soviel sicherheit daraus, meine knochen spüren zu können.
die sicherheit, meinen arm mit meiner hand umschließen zu können.
die sicherheit, meine hervorstechenden hüftknochen zu fühlen.
die sicherheit, mich so klein zusammenfalten zu können.
so wenig platz zu beanspruchen.
mich in die kleinste ecke zwängen zu können.
jeden einzelnen wirbel gegen die stuhllehne gedrückt zu spüren.
den hunger zu spüren.
die listen zu führen, die kalorien zu addieren.
ich habe angst, das alles aufzugeben.
was kommt dann? was gibt mir dann halt?
und wer bin ich dann überhaupt?
2.1.10 13:25


wirres dünnes zeug

ich wiege 50,2 kilo. ich bin 1,80m groß. mein bmi liegt bei 15,5.
gemessen am bmi bin ich 10,3 kilo von meinem normalgewicht entfernt.
gefühlt habe ich 10 kilo übergewicht.
die 4 vor dem komma ist wieder verdächtig nahegerückt. das ist beängstigend und verlockend zugleich.
egal wie wenig ich esse -nach dem essen fühle ich maßlos, undiszipliniert und fett. und denke, dass ich am nächsten tag mindestens zwei kilo mehr wiege.
2.1.10 13:20


neujahrsvorsätze

hi ihr lieben! ich bin mal wieder im zwiespalt, meine gefühle stehen im kompletten widerspruch zueinander. also ich hab so "vorsätze fürs neue jahr" nie wirklich ernsthaft gemacht, aber so ein bisschen denke ich da schon immer drüber nach...tja und dieses jahr ist der kampf der beiden stimmen in meinem besonders stark...
die eine seite hat den vorsatz, dieses jahr nochmal ganz intensiv zur heilung zu nutzen. meinen klinikaufenthalt (ich gehe am 5. januar wieder in eine psychosomatische klinik, ich mache dort eine intervalltherapie; d.h. ich gehe dort seit drei jahren in regelmäßigen abständen von ca. 6 bis 12 monaten hin, um eine weitere "etappe" in angriff zu nehmen...bzw. nach rückfällen erstmal wieder auf denselben level wie seit der letzten entlassung zu kommen). naja und dieses jahr war ich halt von anfang märz bis ende juli in der klinik und war danach total motiviert und hatte das gefühl, es wirklich schaffen zu können... den kampf gegen die magersucht wirklich irgendwann gewinnen zu können. ich war mir im klaren, dass es ein langer weg ist, aber ich wusste auch, dass ich schon ein ganzes stück geschafft hatte. das erste mal wurde ich in die klinik eingeliefert vor drei jahren mit 44 kilo bei 1,80m. dann bin ich zwei jahre so bei 49 kilo rumgedümpelt, und dieses jahr habe ich dann den schritt über die 50 geschafft und wurde dann mit 56 (!!!) kilo entlassen. zwei kilo waren dann ziemlich schnell wieder weg, aber dann habe ich es geschafft, mein gewicht bis jetzt zu halten. aber seit der vorweihnachtszeit läuft es wieder gar nicht gut. weihnachten finde ich immer total schrecklich, weil da halt der ganze kindheitskram wieder hochkommt und ich mich einfach nur einsam fühle und traurig bin über die ganze situation mit meinen eltern und mich total ungeliebt und wertlos fühle usw... ihr kennt das ja sicher auch. naja jetzt war ich zwischendurch bei 49, hab es aber geschafft zumindest wieder über 50 zu kommen und bin jetzt immer so zwischen 50 und 51. und das blöde ist, dass ebem diese scheiß zahl -diese blöde 4 vor der null- wieder so nah ist, und das macht mir einerseits total angst, weil ich weiß wie schlecht es mir ging vor der therapie und weil ich die ganze arbeit aus der therapie nicht wieder zunichtemachen will und weil ich ja auch endlich gesund und "normal" leben möchte, und andererseits lockt es mich auch magisch an. ich fühle wieder mehr knochen an meinem körper, und das gibt mir so ein vertrautes, sicheres und geborgenes gefühl. naja und durch den gewichtsverlust ist natürlich jetzt auch meine körperwahrnehmung wieder viel schlechter. ich hab mich zwar auch nach der klinik nicht total wohl in meinem körper gefühlt, aber es war okay. aber jetzt fühle ich mich nur noch durchgängig fett. ich bin zwar von meinem bmi her 10 kilo unter meinem normalgewicht, aber ich fühle mich wie 10 kilo übergewicht. ich erlaube mir wieder viel weniger beim essen. ich zwinge mich zwar dazu, mehr zu essen als ich eigentlich will, aber ich fühle mich total schuldig die ganze zeit, dass ich überhaupt das bedürfnis verspüre, etwas essen zu wollen. ich fühle mich unfähig, eine entscheidung zu treffen. ich habe angst davor, wieder völlig in die fänge der magersucht zu geraten, aber ich habe genauso viel angst davor, die magersucht aufzugeben...für immer..und damit auch die sicherheit zu verlieren, die sie mir gibt.
ich habe den vorsatz, zuzunehmen, um gesund zu werden.
und ich habe den vorsatz, so dünn wie möglich zu sein.
beides geht nicht. aber ich weiß nicht weiter. es ist so schwer.
2.1.10 13:18


die uhren werden auf null gestellt

gewicht, mit dem ich ins neue jahr starte: 53 kilo.
das ist nicht gut. gar nicht gut.
meine therapeutin wird es zwar freuen...und mich sollte es auch freuen...aber das tut es im moment nicht. alles, was ich im moment sehe, ist: die drei kilo müssen weg. mehr will ich ja gar nicht abnehmen, denn ich weiß ja wie es sich anfühlt...ich will ja nur bei 50 kilo bleiben... und gleichzeitig weiß ich, was das für ein schwachsinn ist. denn natürlich gibt es kein ende. natürlich höre ich nicht auf, wenn ich erst einmal wieder richtig anfange. natürlich wird die 50 nicht ausreichen. und es geht immer weiter, immer weiter, immer weiter nach unten in die tiefe. aber ich habe solche angst vor dem zunehmen. alles in mir sträubt sich dagegen.

ich will leer sein.

alles in mir drin, was weh tut, soll weg sein.

bis nur noch wunderschöne, stille leere da ist.

ich habe angst.
2.1.10 13:10





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