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neujahrsvorsätze

hi ihr lieben! ich bin mal wieder im zwiespalt, meine gefühle stehen im kompletten widerspruch zueinander. also ich hab so "vorsätze fürs neue jahr" nie wirklich ernsthaft gemacht, aber so ein bisschen denke ich da schon immer drüber nach...tja und dieses jahr ist der kampf der beiden stimmen in meinem besonders stark...
die eine seite hat den vorsatz, dieses jahr nochmal ganz intensiv zur heilung zu nutzen. meinen klinikaufenthalt (ich gehe am 5. januar wieder in eine psychosomatische klinik, ich mache dort eine intervalltherapie; d.h. ich gehe dort seit drei jahren in regelmäßigen abständen von ca. 6 bis 12 monaten hin, um eine weitere "etappe" in angriff zu nehmen...bzw. nach rückfällen erstmal wieder auf denselben level wie seit der letzten entlassung zu kommen). naja und dieses jahr war ich halt von anfang märz bis ende juli in der klinik und war danach total motiviert und hatte das gefühl, es wirklich schaffen zu können... den kampf gegen die magersucht wirklich irgendwann gewinnen zu können. ich war mir im klaren, dass es ein langer weg ist, aber ich wusste auch, dass ich schon ein ganzes stück geschafft hatte. das erste mal wurde ich in die klinik eingeliefert vor drei jahren mit 44 kilo bei 1,80m. dann bin ich zwei jahre so bei 49 kilo rumgedümpelt, und dieses jahr habe ich dann den schritt über die 50 geschafft und wurde dann mit 56 (!!!) kilo entlassen. zwei kilo waren dann ziemlich schnell wieder weg, aber dann habe ich es geschafft, mein gewicht bis jetzt zu halten. aber seit der vorweihnachtszeit läuft es wieder gar nicht gut. weihnachten finde ich immer total schrecklich, weil da halt der ganze kindheitskram wieder hochkommt und ich mich einfach nur einsam fühle und traurig bin über die ganze situation mit meinen eltern und mich total ungeliebt und wertlos fühle usw... ihr kennt das ja sicher auch. naja jetzt war ich zwischendurch bei 49, hab es aber geschafft zumindest wieder über 50 zu kommen und bin jetzt immer so zwischen 50 und 51. und das blöde ist, dass ebem diese scheiß zahl -diese blöde 4 vor der null- wieder so nah ist, und das macht mir einerseits total angst, weil ich weiß wie schlecht es mir ging vor der therapie und weil ich die ganze arbeit aus der therapie nicht wieder zunichtemachen will und weil ich ja auch endlich gesund und "normal" leben möchte, und andererseits lockt es mich auch magisch an. ich fühle wieder mehr knochen an meinem körper, und das gibt mir so ein vertrautes, sicheres und geborgenes gefühl. naja und durch den gewichtsverlust ist natürlich jetzt auch meine körperwahrnehmung wieder viel schlechter. ich hab mich zwar auch nach der klinik nicht total wohl in meinem körper gefühlt, aber es war okay. aber jetzt fühle ich mich nur noch durchgängig fett. ich bin zwar von meinem bmi her 10 kilo unter meinem normalgewicht, aber ich fühle mich wie 10 kilo übergewicht. ich erlaube mir wieder viel weniger beim essen. ich zwinge mich zwar dazu, mehr zu essen als ich eigentlich will, aber ich fühle mich total schuldig die ganze zeit, dass ich überhaupt das bedürfnis verspüre, etwas essen zu wollen. ich fühle mich unfähig, eine entscheidung zu treffen. ich habe angst davor, wieder völlig in die fänge der magersucht zu geraten, aber ich habe genauso viel angst davor, die magersucht aufzugeben...für immer..und damit auch die sicherheit zu verlieren, die sie mir gibt.
ich habe den vorsatz, zuzunehmen, um gesund zu werden.
und ich habe den vorsatz, so dünn wie möglich zu sein.
beides geht nicht. aber ich weiß nicht weiter. es ist so schwer.
2.1.10 13:18
 


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